Un - Gereimtes -

hier stehen Texte, die  nicht in irgendeine Versform gepresst wurden.
Hier zählt allein die Melodie der Worte, und ich hoffe,
daß der Leser diese Melodie ebenfalls hören kann.
 

Nomade Körperwelten Du bist da
     
Schach II. Dachbodenfund Entschwebe, Seele
     
Nachts Ich hab dich gesehen Multipel
     
Oftmals Schach Gemalter Himmel
     
Jede Seele... Heimlich... Der Schrei
     
  In wirren Träumen  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Foto:  Unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Körperwelten

Er streift sie ab,
Seine Haut.
Rotes Muskelfleisch wird sichtbar.
Adern, Venen,
Sehnen und Kapillaren.
Ein Netzwerk aus
Blau, weiß und rot.
Der Umriß seines Selbst;
Nicht wieder zu erkennen
Sein Ich.
Und wie er dasteht,
So lässig,
Wirft er den Hautmantel
Über den Arm
Und geht weiter.


Gisela Happekotte ©
 

 



 

 

 

 

 


Nomade

Ich besitze nur das Nötigste.
Nahrung, Trank,
Ein Kamel
Und eine Decke.

Du glaubst,
Daß ich nichts
Von Wert besitze?
Du irrst!

Mein ist:
Der Himmel,
Die Sterne
Und die Freiheit
Der Seele!


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 

Foto: Gisela Happekotte


Dachbodenfund

In einem alten Brief
- Handgeschrieben -
Lese ich Zeilen
Von Liebe und Glück.
Vier ganze Seiten
Vergilbter Gefühle;
Zusammengehalten
Von einem roten Band.
Und wie ich ihn halte,
Entdecke ich noch
Den zarten Duft
Von blühendem Flieder.


Gisela Happekotte ©

 

Foto:  Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 


 

Foto:  Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Multipel

Gespaltene Seele.
Verirrt
Im Labyrinth
Unendlicher Gedanken.
Vermischtes Empfinden
Einzelner Schicksale.
Die Leben geboren
Um unerträgliches zu teilen.
Gefährten finden...
Gefährten
Auf dem Weg
Durch´s Labyrinth.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Schrei

Ein Schrei nur.
Er war laut.
Unerhört laut !
Blieb er deswegen
Unerhört?
Un - ge - hört ?!


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Foto: Gisela Happekotte

Foto:  Gisela Happekotte ©

 
 

 

 

 

 

 

 

 



 


Entschwebe, Seele !
Gleiche dem Wind
Der sanft dahintreibt
Um sein einsames Ziel zu suchen.

Entfliehe, Gedanke !
Sei die Welle
Die hinabgespült wird
In die Fluten der Ewigkeit.

Entspringe, Gefühl !
Sei die Quelle
Die zum Fluß wird
Und die Liebe mit sich reißt.

Sei, Mensch!
Füge dich der Seele,
Dem Gedanken und dem Gefühl
Auf daß du zu leben beginnst.


Gisela Happekotte ©

 

 




 


 

 

 


Foto: Sandra Happekotte

Foto:  Sandra Happekotte ©

 
 

 

 

 

 

 

 

 


 


Heimlich
Wünschen wir uns
Im Herzen des andern
Weiterzuleben.

Wir finden uns
In der Erinnerung
An unsere Vergangenheit,

Suchen uns
In der Gegenwart


Und hoffen
Uns in der Zukunft
Zu erkennen.


Gisela Happekotte ©
 

 


 

 

 

 

 




 

Foto:  Unbekannt

 
 

 

 

 

 

 

 

 


 


In wirren Träumen
Suchten wir uns.
Wir tanzten.
Lauschend,
Sacht
Im Kreise uns drehend.
Unsere Seelen waren überwältigt,
Unsere Herzen unterworfen.
Wir wollten uns finden.
Wir tanzten,
Waren uns nah.
Gefangen
Im Rausch
Zärtlicher Gefühle.


Gisela Happekotte ©

 

 



 

 

 

 

 

 



 

Foto:  Unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

 




 


Ich hab dich geseh´n.
Im Traum.
War
´s  einer ?
Ich weiß nicht.
Es war real.
War
´s  das ?
Ich weiß nicht...
War
´s  ein Traum ?

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Foto:  N.A.S.A