Reise - Ziele? -

die meisten Menschen machen sich
Jahr für Jahr auf den Weg um was zu suchen?
Ruhe, interessante Gegenden oder einfach nur Erholung?
Stellt sich also die Frage: was suche ich in der Ferne?
.
 

London New York Am Ganges
     
Jerusalem Mexico Paris
     
Kolosseum Venedig Wüste
     
Im Reservat Pompeji Stonehenge
     
  Sahara  

 

 

 

 

 


 

Foto: Unbekannt



 

 

 

 

 


Stonehenge - Salisbury

Ich stehe im Kreis, drehe mich
- langsam und stet -
Um mich selbst.
Einmal, zweimal, dreimal...

Ich beobachte die Steine,
Wie sie in mein Blickfeld dringen
Um schon beim nächsten Schritt
Wieder zu entfliehen.

Sommer- und Wintersonnenwende,
Mondphasen, den Lauf der Sterne...
All dies verrieten sie einst
Den Wissenden längst vergangener Zeit.

Und ich?

Im Kreise mich drehend
Suche ich den Punkt,
An dem endlich
Auch mein Stern sich zeigt.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 


Im Reservat (Indianerlied)

Lautes Trommeln
Packt die Seele
Jeder Ton
Dringt tiefer ein;
Rhythmisch
Löst sich eine Seele
Jeder Schlag
Befreit ein Sein.

Trommelschläge
Die berauschen,
Klänge
Voller Lebenskraft
Packen die
Befreite Seele
Entlassen sie
Aus ihrer Haft.

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 



 


Pompeji


Begraben
Unter heißer Glut,
Ein Leichtuch
Ganz aus Asche,
Bewahrtest du
Deinen letzten Augenblick
Für die Ewigkeit.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wüste

Heißer Sand.
Ein Horizont
Aus tausend Wellen.
Und meine Blicke
- Umherschweifend -
Verlieren sich
Im einerlei der Farbe.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 


Venedig

Der Gondoliere
- Traditionell gekleidet -
Steht im hinteren Teil,
Treibt gedankenverloren
Die Gondel weiter
Und schaut sehnend
Auf die Liebenden
Deren Schicksal
Sich gerade erfüllt.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 


 


Jerusalem

Dichtgedrängt die Gläubigen
An der heiligen Mauer stehend.
Ein Gebet,
Eine Bitte,
Eine Hoffnung
Dem vermeintlich
Einzigen Gott gesandt.

Und ich stehe abseits
Und hinterfrage
Meinen Unglauben.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 



 


Mexico

Lange vergessene Kultur,
Verborgen
In den Tiefen ihrer Wälder.
Mit Macheten freigelegt
Für die "kultivierte" Welt. -
Mühsam befreit
Von den Spuren der Jahrhunderte.

Heute
Dient all die Mühe
Auch ihnen, den Nachkommen,
Denn sie lernen wieder
Die Schrift und die Sprache
Der Väter.

Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 


 


Paris

Vorüberhastend
An den Plätzen
Großer Kunst und Kultur.
Montmartre, Champs Elysee,
Eiffelturm, Notre Dame...

Und um mich herum
Sind Menschen
Verschiedenster Sprache.
Ich halte kurz inne
Und bin mir bewußt:
Hier stehst du nie wieder!

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kolosseum

Wer weiß schon
Wie viele tausend hier
Ihr Leben ließen...
Folge eines gefällten Urteils;
Den Tod zur Schau gestellt,
Unterhaltung bietend den Richtern.

Wer weiß schon
Wieviel Blut
Der Boden aufnahm
Für all diese Gaffer.

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


London

Im steten Schritt an den
Kronjuwelen vorbeigegangen -
(Nur nicht stehen bleiben!)
Und den Big Ben gehört.

Die Tower Bridge
Aus der Ferne fotografiert
Und am Piccadilly Circus
Ein paar Postkarten gekauft.

Nun steh ich am Flieger,
Bereit für die Heimat
Und wenn du mich fragst:
Was bleibt?

Sage ich:
Ganz klar,
Das vibrieren im Herzen
Beim Klang des Big Ben!


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 


 

 








New York

Metropole voller Hektik
Und vermeintlichem Leben.
Voller Ängste,
Kampf, Versagen
Und Tod.

New York -
Zentrum des Wohlstands,
Zeugnis
Vom Leben auf Zeit.



Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


Am Ganges

Hunderte Menschen
Stehen am Ufer
Tauchen ein ihre Hände,
Ihre Arme, ihre Körper;
Vollziehen somit
Die Reinigung des Körpers,
Des Geistes und der Seele.

Hunderte von Menschen -
Ja, tausende!
Mit dem selbigen Ziel: Reinheit.
Genau wie ich.


Gisela Happekotte ©