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Kleines Sammelsurium -

all die Texte, die durch das Raster der anderen Rubriken
gefallen sind und hier aufgefangen wurden...

 

Wie viele Leben ? Wir ! Schnee
     
Auf Knien... Multipel II. Vereinigung
     
Unendlich zäh... Ich bin dir nicht fern Immer des Nachts...
     
Eine Muschel... Nebelschleier Gleich einer Flamme
     
Novocain Ich suche des Geistes... Nebeldecke
     
Spuren hinterlassen... Wenn du das Feuer bist Es weint die zarte Feder
     
Grauschimmernde Hoffnungslosigkeit

Strich für Strich

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


Während ich
Strich für Strich
Konturen
Auf die Leinwand setze
Ist in meinen Gedanken
Das Bild
Bereits vollendet.

Wo also
Beginnt Schöpfung?

Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 


Spuren hinterlassen
Und selbst dem Mond noch
Die Einsamkeit rauben...

Das Herz verschenken
Und sich dabei wissentlich
Um den Verstand bringen...

Das Leben genießen,
Atem holen und letztlich
Den Tod dabei finden...

Spuren hinterlassen,
Zeichen auf die Seele setzen
Die unauslöschlich bleiben!


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


Novocain

Die Nadel dringt ein
Ins weiche Gewebe.
Nur Minuten vergehen
Bis die Taubheit einsetzt.
Und fern
Ist alles Schmerzempfinden.

Ach, wüßte ich doch nur
Um den sitz meiner Seele...
Eine Dosis nur
Um sie vorerst
Von dem Schmerz zu befrei´n.


Gisela Happekotte ©
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Wie viele Leben
Sind noch zu leben,
Ehe ich mit dir
Auf ewig
Eins sein kann ?


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 



 


Schnee
Zärtlich und rein
Schwebt er lautlos
Auf die Erde zu
Um dort zu vergehen
An dem Übel
Der wärmenden
Gegenwart.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 



 

 


 


Über einer dichten
Nebeldecke
Hallen noch
Die Schritte nach,
Die mich so eilig
Forttragen sollten.

Gefangen
In diesem feuchten Grau
Ist noch der Schatten
Zu erkennen
Meines fliehenden,
Schemenhaften Ich´s.


Gisela Happekotte ©

 


 

 

 

 

 



Auf Knien
Einen Weg gekrochen,
Der nicht
Im Streckenmaß zu messen ist,
Als vielmehr
In Jahre, Zeiten,
Ewigkeiten.

Mit schmerzenden Händen,
Blutigen Fingern,
Zerrissener Seele...

Auf Knien
Einen Weg gesucht
Durch das Labyrinth
Zum Ich !


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vereinigung

Wie ein Raubvogel
Mache ich Beute.
Ich stürze mich auf dich,
Verletze dich,
Zerfetze dich,
Reiß dir das Herz
Aus der Brust.

Ich verzehre es
Und nimm dich
- So wie du bist - 
In mich auf.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Multipel II.

Ich bin so vielfach
Tief in mir
Bin mannigfach zerrissen
Und viele Leben
Lebe ich -
Doch keines werd ich missen.

Mein Spiegelbild
Ist mir oft fremd
Will sich des Blicks entziehen.
Zerstöre ich
Jedoch das Glas
Kann ich erst recht nicht fliehen.

Denn hundertfach
Seh ich am Boden
Dann mein Angesicht
Und jedes einz´lne
Ist mir fremd,
Erkennt das and´re nicht.

Ich bin so vielfach
Tief in mir
Ich lebe viele Leben
Und nur
Der hundertfache Tod
Kann mir den Frieden geben.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ich bin dir nicht fern.
Wir sind wie Erde und Mond.
Drehen uns gemeinsam
In der Unendlichkeit
Eines fernen Universums.
Sind einer Kraft ausgesetzt
Der wir uns nicht
Entziehen können.

Ich bin dir nicht fern.
In meinem Universum
Halte ich dich bei den Händen
Und tanze mit dir
Durch die Unendlichkeit.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 


 

 

 


Unendlich
Zäh.
Und langsam -
Fast stillstehend,
Die Zeit. -

All die Zeit ohne dich.

Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Foto:  Unbekannt


 

 

 

 

 

 

 

 


 


Es weint die zarte Feder
Die meine Hand grad führt
Und schwarz sind ihre Tränen
Wenn sie das Blatt berührt.

Sie bildet Schleifen, Striche
Und fährt in einem fort...
Sie schreibt mit ihren Tränen
Das schönste Zauberwort.

Und Sehnsucht läßt sie wandern
Über das leere Blatt
Wo vor der starken Sehnsucht
Nie was gestanden hat.

Nun kann man Zeil für Zeile
Die Liebesworte lesen:
Ohne dich, mein Liebster,
Bin ich nie Mensch gewesen !


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 


Grauschimmernde Hoffnungslosigkeit
Eines bedeckten Regentages.
Dicke Tropfen
Fallen wie Tränen vom Himmel.
Geweint
Von den Riesen
Eines fernen Universums.
Vergossen
In der Unendlichkeit des All´s.
Grauschimmernde Hoffnungslosigkeit.
Aufgefangen
Von einem zentnerschweren Herz.
Angefüllt
Mit den Tränen der Riesen.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 


Wir !

Nicht du bist es
Und auch nicht ich.
Dein Glück ist es nicht
So wenig wie meines.
Es ist nicht dein  Leben,
Es ist nicht mein  Leben.
Wir -
Heißt du und  ich.
Wir !
Sind ein  Leben.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Foto:  Unbekannt


 

 

 

 

 

 


 

 


Eine Muschel
An mein Ohr gepresst
Lausche ich
Den leisen Wellen,
Die gerade noch
Meine Füße umspülten;
Und sanft
Glaube ich
Deine Stimme zu hören,
Die mir
Durch das Rauschen hinweg
Ewige Liebe schwört.


Gisela Happekotte ©
 

Foto:  Unbekannt


 

 

 

 

 

 

 

 


Ich suche des Geistes
Tieferen Sinn
Die Wahrheit, die Klarheit,
Die Weisheit schlechthin.
Ich möchte die Fesseln
Der Einfalt durchtrennen
Und endlich den Sinn
Uns´res Daseins erkennen.


Doch will ich den Sinn
Uns´res Lebens begreifen
Muß ich erst die Wege
Des Denkens durchstreifen.
Ich muß mich dem klaren
Gedanken entziehen
Und tief in die Sphären
Der Seele entfliehen.


Der Kern uns´res Wesens
Liegt in uns vergraben
Und ist über all unser
Denken erhaben.
Im Innern des Menschen,
Im wahren Empfinden,
Da werd ich die Quelle
Der Weisheit wohl finden.


Gisela Happekotte ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:  Unbekannt