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Gott & Glauben -

zugegeben - ich bin kein gläubiger Mensch, eher ein Zweifler. 
Aber ich habe versucht mich in die Menschen hineinzuversetzen,
die glauben - und sei es auch nur
im Augenblick
der höchsten Not.

 


 

Blutige Spuren Babel Ich ahne dich
     
 All die Opfer... Göttlich - menschlich... Er trug das Kreuz
     
An Gott... Christi Himmelfahrt Er
     
Menschenfischer Sag mir Gott... Wenn du...
     
Ein jeder Weg Geformt nach seinem Ebenbild Im Inneren des Wal´s


 

 

 

 

 

 



 

Foto: Unbekannt

 

 

 

 

 

 

Foto: Sandra Happekotte

Foto:  Sandra Happekotte ©

 

 

 

 

 


 


Sie, die doch zusammenkamen
Einen Turm zu bauen
Der bis in den Himmel wüchse...

Die in jener Zeit noch
Die selbe Sprache sprachen
Und das gleiche Ziel hatten...

Sie, die nun ertaubt
Vom Donnergrollen eines wütenden Gottes
Sich hilflos anstarren...

Die erschlagen nun
Von den fallenden Steinen ihres Größenwahns
Blutend im Staub liegen...

Sie alle haben nicht erkannt:
Gott misst nicht mit irdischem Maß;
Er erkennt wahre Größe im Kleinsten.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 


 


Geformt
Nach seinem Ebenbild
An eingehauchter Seele reich;
Geschaffen
Nach dem Gottesmaß
Glaubt sich der Mensch
Dem Schöpfer gleich.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 



 

Foto: Sandra Happekotte

Wenn du
Der Schöpfung Seele suchst,
Die wahre Ewigkeit,
Dann führt dein Ziel
Dich unbeirrt
Bis an den Rand der Zeit.

Schau einfach dir
Den Himmel an,
Bewundere sein Licht.
Erfreu´ dich
An der klaren Nacht
Mit ihrem Sternenlicht.

Besieh dir
Jeden kleinen Busch,
Bestaune jeden Stein;
Denn alles
Was du darin siehst
Wird wahrlich göttlich sein.

Denn der,
Der alles dies erschuf
Hat dabei wohl bedacht,
Das jedes kleine Ding
 - in sich -
Ein Universum macht.


Gisela Happekotte ©

Foto:  Sandra Happekotte ©

 

 

 

 


 


Er

Wohin wir geh´n,
Woher wir kamen
Und welchen Sinn
Er in uns sieht...
Er gab uns Form, 
Ausseh´n  und Namen
Und weiß
Was nach dem Tod
Mit uns geschieht.

Alleine Er
Kann Antwort geben
Auf alles was
Den Denker quält...
Er hat aus allen Lebewesen
Den Philosoph
Zum Sprecher sich gewählt.

Er ist der Schöpfer,
Gott und Herrscher;
Er, der die größten
Qualen litt.
Er gab den Sohn uns
Zur Erlösung
Und weint der Mensch,
Dann weint er mit.

Er spürt den Schmerz
Der dich zermartert
Und zweifelst du,
Dann schenkt Er Mut.
Er müht sich stets
Dir Glück zu schenken
Und wo Er ist
Wird alles gut.

Du achtest ihn
Als Herrn, als Schöpfer,
Weil Er ´s ist,
Der dein Leben prägt
Und alles Glück
Das du empfindest
Alleine seine
Züge trägt.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 


Sag mir Gott
Wer du wohl bist
Der alles Leben
Einst erfand;
Gabst Namen
Jedem kleinen Ding
Und segnetest
Mit sanfter Hand.

Du schufst
Nach deinem Ebenbild
Den Menschen
Und damit auch mich;
Schau ich mich an
Im Spiegelbild
Dann wird mir klar
Seh ich auch dich.

Du gabst uns allen
Auch die Macht
Ein wenig so
Wie du zu sein...
Sag mir doch, Gott,
Wo du wohl bist
Ich will dir gerne
Näher sein.

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


Christi Himmelfahrt

Verlassen war
Das steinerne Grab
Das Leichtuch nur
Als Zeugnis noch.
Er, der uns einst
Von Gott gesandt
Entstieg dem Grab
Und lebte noch.

Er zeigte seinen
Jüngern dann
Das Zeichen
Das die Lanze grub
Und auch
An Händ´ und Füßen war´n
Die Wunden
Die der Nagel schlug.

Dann speiste er
Ein letztes Mal
Mit seiner ganzen
Jüngerschar;
Brach ihnen Brot
Als seinen Leib
Und reichte Wein
Als Blut noch dar.

Was er getan
Soll´n sie vollenden
Und Botschaft bringen
Jedermann;
Von Gott dem Herrn
Der alle liebt
Und jede Schuld
Vergeben kann.

Am Ende dann
Stieg Jesus auf
Zum Vater
In die Ewigkeit
Entkam so
Aller Menschenqual
Erreichte
Wahre Göttlichkeit.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 



Von Göttern einst
Bewußt erschaffen
Entfernt´ der Mensch sich
Diesem Quell;
Nichts göttliches
Trug er nach außen -
Das merkten auch
Die Götter schnell.

So raubten sie ihm
Dann auch das,
Was letztlich
Göttlich ihn gemacht;
Zurück blieb nur
Die Menschlichkeit,
Die eigentlich
Doch göttlich macht...


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 


 

 

 


 


Blutige Spuren
Am Kreuzweg zu finden,
Die Furche des Holzes
Im staubigen Sand...
Spalier stehen Menschen
Um ihn nur zu sehen,
Den Mann, der angeblich
Von Gott ward gesandt.

Sie krönten ihn eilig
Als König der Juden
Und trieben ihm später
Die Dornen auf´s Haupt
Und Er, ganz erfüllt
Von der Stärke des Vaters
Hat für sie gebetet,
Hat an sie geglaubt.

Voll Haß haben sie ihn
Ans Kreuz dann geschlagen
Und stachen voll Zorn
In den Leib einen Speer
Beträuften mit Essig
Die blutenden Wunden
Um die Qual zu vergrößern,
Doch Er litt nicht mehr.

Er hatte sein Leben
Und all seine Liebe
Schon lang in die Hände
Des Vaters gelegt;
Bevor jedoch dieser
Ihn endlich erlöste
Sah man noch, daß Jesus
Die Lippen bewegt.

Und heute kennt wohl
Jeder Christ dieser Erde
Die Worte, die Jesus noch sprach
Vor dem Ruh´n:
Vater, mein Vater,
Vergib diesen Menschen,
Sie wissen wahrhaftig
Nicht mehr was sie tun.

Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Foto: Sandra Happekotte

Foto:  Sandra Happekotte ©

 

 

 

 

 


 


All die Opfer
Die ich schon erbrachte
An mystische Götter
Die namenlos sind...
All die Gebete
Die niemals erhörten,
Die sinnlos gesandten
Verhallen im Wind.

All diese Leben
Die ich schon durchlebte
Sowie all die Tode
Die ich nun schon starb
Sind mir ein Zeugnis
Für all die Erfahrung
Die ich auf dem Weg
In den Glauben erwarb.

Wir wurden geboren,
Wir leben ein Leben
Und sterben die Tode
Die uns vorbestimmt;
Wir beten und opfern
Und hoffen und glauben
Und müssen erkennen
Wie winzig wir sind.

Gemessen an den
Der uns alle erdachte
Der einst uns aus Lehm
Dieser Erde erschuf...
Er hauchte den Odem
In unsere Lungen
Ermahnte zu hören
Den göttlichen Ruf.

Gemessen an ihm
Sind wir Staub dieser Erde
Sekundenbruchteile
Der endlosen Zeit.
Wir sind nur ein Tropfen
Des Wassers der Erde
Und werden allein
Durch sein Zutun befreit.

Ich bring ihm kein Opfer,
Ich schenk ihm nur Glauben.
Gedenke der Worte
Die er zu uns sprach
Und weiß, daß er trotz
Aller menschlichen Sünden
Den Bund zwischen sich
Und der Menschheit nie brach.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Menschenfischer

Ich bin ein Menschenfischer
Das sagte Gottes Sohn.
Er fischte meine Seele
Vor langer Zeit wohl schon.
Er zog mich aus den Wellen
Mit seiner festen Hand
Mit einem Netz aus Liebe
Und setzte mich an Land.

Er ist ein Menschenfischer
Für all die vielen Seelen
Die hilfesuchend treiben
Auf rauher, off´ner See;
Vermag sie noch zu bergen
Wenn sie sich aufgegeben
Und sich schon lang gefangen
Im tiefen Dunkel seh´n.

Er ist ein Menschenfischer
Und kann auch dich erreichen
Er holt dich aus den Fluten
Gibst du ihm nur die Hand.
Er kann ans Licht dich retten,
Er zieht dich an die Ufer,
Er bringt auch dich in Sicherheit
Gibst du ihm nur die Hand.


Gisela Happekotte ©
 

 

 

 

 

 

 

 



Foto:  Unbekannt

 

 

 

 

 

 


 


Er trug das Kreuz
Auf seinen Schultern
Gebeugt und duldend
Diesen Weg entlang;
Er stolperte
Und brach zusammen
Stand auf und stärkte
Seinen Gang.

Er trug nicht nur
Das Kreuz allein -
Viel schwerer wog
Der Menschen Schuld
Sie auszusühnen
War er hier
Durch seinen Tod
Erlischt die Schuld.

Er stolperte,
Stand wieder auf -
Gestärkt durch seines
Vaters Kraft;
Er zweifelt nicht,
Vertraut auf ihn
Auch als ihn hart
Die Lanze traf.

Am späten Tag
Fühlt Jesus dann
Daß alles Leben
Ihm entweicht;
Er blickte auf,
Erkennt den Vater
Der ihm ganz sanft
Die Hände reicht.

Und so wie einst
Sein Vater rief
Am siebten Tag :
"Es ist vollbracht !"
Sprach diese Worte
Auch der Sohn,
Durch Menschenhand
Zum Tod gebracht.


Gisela Happekotte ©